Updates & Schutz einrichten
Ein modernes Tablet bringt schon sehr viel Schutz von Haus aus mit. Du musst kein teures „Antivirenprogramm" kaufen. Es genügen ein paar Einstellungen, die du einmal vornimmst – danach passt das Tablet die meiste Zeit von allein auf sich auf.
Die Kurzfassung: Vier Dinge reichen für den allermeisten Schutz – Updates automatisch installieren, eine Bildschirmsperre einschalten, Apps nur aus dem offiziellen Store laden und im fremden WLAN vorsichtig sein. Den Rest erledigt dein Tablet selbst.
Updates: die wichtigste Schutzmaßnahme
Ein „Update" ist eine Verbesserung, die der Hersteller kostenlos nachliefert. Oft stopft es Sicherheitslücken, durch die sonst Schadprogramme eindringen könnten. Deshalb ist regelmäßiges Aktualisieren der mit Abstand wirksamste Schutz – wichtiger als jedes zusätzliche Programm. Am besten lässt du Updates automatisch laufen, dann musst du nie daran denken.
So schaltest du automatische Updates ein
- Das Betriebssystem (Android): Einstellungen → System → Systemaktualisierung → automatisch herunterladen. Beim iPad: Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate → Automatische Updates.
- Die Apps: Im Play Store (Android) bzw. App Store (iPad) lässt sich einstellen, dass Apps sich von selbst aktualisieren – am besten nur über WLAN, damit es nichts kostet.
Die Bildschirmsperre
Eine Bildschirmsperre sorgt dafür, dass niemand einfach an deine Fotos, Nachrichten und Konten kommt, wenn das Tablet einmal herumliegt oder verloren geht. Du kannst wählen zwischen:
- einer PIN (eine Zahlenfolge – nimm nicht 1234 oder dein Geburtsjahr),
- einem Muster zum Wischen,
- oder dem Fingerabdruck bzw. dem Gesicht, falls dein Tablet das kann – das ist besonders bequem.
Du findest das unter Einstellungen → Sicherheit (Android) bzw. Einstellungen → Face ID & Code oder Touch ID & Code (iPad).
Apps nur aus dem offiziellen Geschäft
Apps (so heißen die Programme auf dem Tablet) installierst du ausschließlich aus dem offiziellen Laden: dem Play Store (grünes Dreieck-Symbol) bei Android oder dem App Store (blaues Symbol mit „A") beim iPad. Diese Apps werden geprüft. Lade nie ein Programm herunter, weil eine Webseite oder eine Nachricht dich dazu auffordert.
Berechtigungen: nicht alles muss alles dürfen
Manche Apps fragen nach Zugriff auf Kamera, Mikrofon, Standort oder Kontakte. Frag dich kurz: Braucht die App das wirklich? Eine Taschenlampen-App braucht keinen Zugriff auf deine Kontakte. Du kannst solche Berechtigungen jederzeit unter Einstellungen → Apps wieder entziehen.
Vorsicht in fremdem WLAN
Das WLAN zu Hause ist mit deinem Passwort geschützt und sicher. Anders ist es bei offenen Netzen – etwa im Café, im Hotel oder am Bahnhof. Dort können theoretisch Fremde mitlesen.
- Erledige Online-Banking und Einkäufe lieber zu Hause oder über dein Mobilfunknetz.
- Verbinde dich nicht automatisch mit jedem offenen Netz.
- Für normales Surfen und Lesen ist öffentliches WLAN dagegen unproblematisch.
Brauche ich ein Antivirenprogramm?
In aller Regel nein. Sowohl Apple- als auch Android-Tablets haben Schutzmechanismen eingebaut. Solange du Apps nur aus dem offiziellen Store lädst und Updates installierst, brauchst du kein zusätzliches Programm. Im Gegenteil: Manche angeblichen „Virenscanner" sind selbst unseriös. Gib kein Geld für etwas aus, das dich über ein plötzliches Warnfenster zum Kauf aufgefordert hat.
Einmal-Einrichtung für Angehörige: Wenn du das Tablet für deine Eltern oder Großeltern einrichtest, aktiviere automatische Updates, richte eine einfache, aber nicht erratbare Bildschirmsperre ein und lege ein sicheres Passwort samt Zwei-Faktor für das wichtigste Konto an. Das deckt 90 % aller Risiken ab.